Wer ein Highfield RIB kaufen möchte, steht vor derselben Frage wie jeder ernsthafte Käufer: nicht welche Marke, sondern welche Modellreihe. Highfield führt mehrere Linien parallel – Roll-Up, Ultralite, Classic, Sport und Patrol – und jede ist für einen anderen Einsatz gebaut. Ein faltbares Tender für die Yacht hat andere Anforderungen als ein Sportboot für Küstentouren oder ein Arbeitsboot für den kommerziellen Betrieb. Dieser Ratgeber ordnet die Reihen ein und zeigt, welche davon sich für die Buchten der Portofino-Küste eignet.
Warum überhaupt ein Highfield RIB
Highfield baut seit 2011 RIBs mit Aluminiumrumpf und hat weltweit rund 54.000 Boote ausgeliefert. Der Kern der Marke ist der korrosionsbeständige, vollverschweißte Aluminiumrumpf. Gegenüber klassischen GFK-Booten bringt das drei praktische Vorteile: geringeres Gewicht, hohe Robustheit und weniger Wartung im Salzwasser. Ein leichteres Boot braucht für dieselbe Leistung weniger Motorisierung und lässt sich einfacher slippen oder als Tender aussetzen. Die Rümpfe gelten laut Hersteller als trockenlauffähig und sehr seetüchtig – ein Argument, das an der ligurischen Küste zählt, wo der Nachmittagswind kurze, steile Wellen aufbaut. Einen Gesamtüberblick über Marke und alle Linien finden Sie auf unserer Highfield-Markenseite.
Die Modellreihen im Überblick
Highfield ordnet seine Reihen nach Zweck. So lässt sich die Auswahl schnell eingrenzen, bevor es an konkrete Größen geht.
Roll-Up: das faltbare Tender
Die Roll-Up-Modelle sind kompakt und wirtschaftlich. Es sind faltbare Schlauchboote für den einfachsten Einsatz: das Beiboot, das an Bord verstaut wird und nur den kurzen Weg von der Ankerbucht an den Strand zurücklegen muss. Wer eine Yacht besitzt und ein leichtes, platzsparendes Tender sucht, findet hier den Einstieg.
Ultralite: wenn jedes Kilo zählt
Die Ultralite-Reihe ist auf minimales Gewicht ausgelegt – der Name sagt es. Sie richtet sich an Eigner, bei denen die Zuladung der Mutteryacht knapp ist oder das Tender häufig von Hand bewegt wird. Ein leichter Rumpf lässt sich zu zweit slippen und mit wenig Pferdestärken in Gleitfahrt bringen.
Classic: mehr Komfort im Tender-Segment
Die Classic-Reihe bietet ein zusätzliches Maß an Komfort. Sie ist die Wahl für alle, die ihr Tender oder Beiboot nicht nur als Zubringer nutzen, sondern auch für längere Wege und mehr Personen an Bord.
Sport: die vielseitige Freizeit-Linie
Die Sport-Linie bezeichnet Highfield als die nächste Generation. Sie umfasst 11 RIB-Modelle von 3 m bis 9 m – von der Sport 300 mit 3,00 m bis zur Sport 900 mit 9,12 m Gesamtlänge. Die Reihe kombiniert einen Hochleistungs-Aluminiumrumpf mit komfortabler Ausstattung: Steuerkonsole, Sitzbänke, Staufächer und ein Deck in Teak-Optik. Ab der Sport 560 gibt es ein Sonnendeck, ab der Sport 600 einen Duschbausatz, ab der Sport 900 einen Kühlschrank. Ausführliche Daten und die komplette Modelltabelle stehen auf der Produktseite der Highfield Sport.
Patrol: kommerzielle Qualität
Die Patrol-Reihe ist für den härtesten Einsatz gebaut. Der Rumpf besteht aus 5083-Aluminiumplatten mit 6 und 10 mm starken Stringern, das tiefe V, breite Rippen und ein großer Rohrdurchmesser sorgen für eine weiche, trockene Fahrt auch bei rauer See. Die Reihe reicht von der Patrol 420 mit 4,21 m bis zur Patrol 860 mit 8,70 m. Mit MCA-Rating und kommerzieller Codierung eignet sie sich für Charterbetrieb, Offshore-Einsätze, Rettungsdienste und als robustes Familienboot für lange Strecken. Details finden Sie auf der Produktseite der Highfield Patrol.
Welche Highfield-Reihe für welchen Einsatz an der Portofino-Küste
Die ligurische Küste stellt eigene Anforderungen. Die Buchten rund um Portofino, San Fruttuoso und die Cinque Terre erreicht man über offenes Wasser, das am Vormittag ruhig liegt und am Nachmittag rasch aufbrist. Wer hier ein Highfield RIB kaufen will, sollte die Reihe nach dem tatsächlichen Nutzungsprofil wählen – nicht nach der maximalen Größe.
Als Tender für die Yacht
Liegt Ihre Yacht in einer Marina oder auf einer Muring vor Portofino, geht es beim Tender um Gewicht und Stauraum. Die Roll-Up-Modelle lassen sich falten und an Bord verstauen. Wer mehr Komfort für den täglichen Weg an Land möchte, ohne stark an Gewicht zuzulegen, findet in der Ultralite- oder der Classic-Reihe die passende Stufe. Entscheidend ist, was Davit und Achterdeck der Mutteryacht tragen und aufnehmen können.
Als Sportboot für Tagestouren
Für eigenständige Küstentouren zu den Buchten ist die Sport-Reihe die naheliegende Wahl. Ein Modell wie die Sport 560 mit 5,86 m Länge, einer maximalen Belastung von 1.375 kg und bis zu zwölf Personen deckt Familienausflüge ab; die Sport 660 mit 6,65 m und bis zu 250 PS bietet mehr Reserven für längere Distanzen und Wellengang am Nachmittag. Das Sonnendeck ab der Sport 560 und der Duschbausatz ab der Sport 600 machen aus dem RIB ein Boot für den ganzen Tag. Wie sich Sport und Patrol im Detail unterscheiden, haben wir im Modellvergleich von Patrol und Sport gegenübergestellt.
Als Arbeits-, Begleit- oder Charterboot
Betreiben Sie das Boot kommerziell, begleiten Sie Regatten oder brauchen Sie ein besonders seetüchtiges Familienboot für lange Etappen, führt der Weg zur Patrol-Reihe. Sie transportiert große Lasten und gleitet mit vergleichsweise wenig Pferdestärken. Die Patrol 660 mit 6,51 m Länge, 1.535 kg maximaler Belastung und bis zu 200 PS ist ein guter Kompromiss aus Wendigkeit und Reserve – für wen sich dieses Modell konkret eignet, lesen Sie im Beitrag zu den Maßen und der Ausstattung der Patrol 660. Wer noch mehr Kapazität braucht, findet in der Patrol 760 (7,64 m, bis 19 Personen) oder der Patrol 860 (8,70 m, bis 2.270 kg Zuladung) das passende Format.
Material und Ausstattung: worauf Sie beim Kauf achten
Über die Reihe hinaus entscheiden zwei Punkte den täglichen Umgang mit dem Boot.
- Schlauchmaterial: Highfield bietet PVC oder ORCA Hypalon. Bei der Patrol gibt es ab dem Modell P760 nur noch Hypalon, bei der Sport ab SP700. Hypalon ist widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung und Salzwasser – ein Argument für die intensive Sonne an der ligurischen Küste.
- Konfiguration: Beide Reihen lassen sich modular aufbauen. Bei der Patrol sind unter anderem gefederte Sitze, Überrollbügel (ab P460), T-Top (ab P600) und ein Tauchergestell (ab P500) verfügbar. Bei der Sport gehören Sonnendeck, Kühlschrank und Winde je nach Modell zur Ausstattung. Legen Sie das Layout vor dem Kauf entlang Ihres Einsatzzwecks fest.
Was kostet ein Highfield RIB
Einen pauschalen Preis gibt es nicht, und wir nennen bewusst keinen – er hängt zu stark von der Konfiguration ab. Ausschlaggebend sind die gewählte Reihe und Größe, das Schlauchmaterial (PVC oder Hypalon), die Motorisierung sowie die optionale Ausstattung wie T-Top, gefederte Sitze oder Sonnendeck. Ein faltbares Roll-Up-Tender und eine voll ausgebaute Patrol 860 liegen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Den genauen Preis für Ihre Wunschkonfiguration nennen wir Ihnen auf Anfrage – dafür gibt es auf der Highfield-Seite das Anfrageformular, in dem Sie Modell, Material und Farbe bereits vorwählen können.
Wie Sie zur richtigen Entscheidung kommen
Fassen wir zusammen: Wer ein Beiboot für die Yacht sucht, beginnt bei Roll-Up, Ultralite oder Classic. Wer eigenständig die Buchten der Portofino-Küste ansteuern will, ist mit der Sport-Reihe gut beraten. Wer das Boot kommerziell oder unter harten Bedingungen einsetzt, wählt die Patrol. Innerhalb der Reihe entscheiden dann Länge, Zuladung, Personenzahl und die zulässige Motorisierung – alle diese Werte stehen in den Modelltabellen der Produktseiten.
Als Highfield-Händler kennen wir sowohl die Modelle als auch das Revier. Wenn Sie unsicher sind, welche Reihe zu Ihrem Liegeplatz, Ihrer Mutteryacht oder Ihren Törns passt, sprechen Sie uns an. Wir gehen mit Ihnen die Konfiguration durch und ordnen die Optionen entlang Ihres tatsächlichen Einsatzes ein – damit Sie kein Boot kaufen, das zu groß, zu schwer oder zu knapp bemessen ist.





